Szegediner Gulasch nach meiner Art
Schmorgerichte sind für mich in der kalten Jahreszeit eine absolute Sensation. Wenn es draußen ungemütlich wird, gibt es kaum etwas Besseres als einen dampfenden Teller Gulasch. Das Rezept, das ich heute mit dir teile, ist keine Original-Version, sondern meine ganz persönliche Lieblings-Variante.
Das Geheimnis hinter meinem Szegediner Gulasch ist Rauchfleisch. Ich verwende diesmal geräucherten Schweinebauch zusätzlich, den ich vorab in kleine Würfel schneide. Das verleiht dem Gericht eine wunderbar kräftige, herzhafte Note. Falls du das nicht magst, kannst du den Speck aber auch einfach weglassen.
Mein Profi-Tipp vorab: Bereite das Gulasch am besten einen Tag vorher zu. Durch das Ziehen über Nacht und das anschließende Aufwärmen schmeckt es am nächsten Tag einfach doppelt so gut!
Szegediner Gulasch nach meiner Art
Zutaten (für ca. 4 Personen)
- 500 g Schweinegulasch
- 150 g geräucherter, roher Schweinebauch (in kleine Würfel geschnitten)
- 350 g Sauerkraut (gewässert und gut ausgedrückt)
- ½ bis ¾ Liter Gemüsebrühe
- 1 große Zwiebel (geschält und in Scheiben geschnitten)
- 2–3 Knoblauchzehen (geschält und grob gehackt)
- 1 große rohe Kartoffel
- Ca. 50 g Tomatenmark
- Süßes Paprikapulver (nach Geschmack – hier nicht sparsam sein!)
- Scharfes Paprikapulver (nach Geschmack)
- Kümmel (ganz, nach Geschmack)
- 3 Lorbeerblätter
- 4 Wacholderbeeren
- Salz und Pfeffer aus der Mühle
- Eine Prise Zucker
- Ca. 70 g Schweineschmalz
- Etwas Crème fraîche zum Servieren
Zubereitung
- Anbraten: Das Schweineschmalz in einem großen Topf heiß werden lassen. Die Speckwürfel, die Zwiebelscheiben, den gehackten Knoblauch und das Schweinegulasch darin kräftig anbraten.
- Röstaromen herstellen: Das Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls dunkel mit anrösten lassen. Achte dabei darauf, dass es nicht verbrennt, da es sonst bitter wird.
- Ablöschen und Würzen: Das Paprikapulver kurz einrühren und sofort mit der Gemüsebrühe angießen.
- Schmoren: Nun das Sauerkraut, die Lorbeerblätter, die Wacholderbeeren und den Kümmel dazugeben. Alles gründlich vermengen. Den Deckel aufsetzen und das Gulasch bei kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Fleisch wunderbar weich ist. Bei Bedarf zwischendurch noch etwas Gemüsebrühe nachgießen.
- Das Finale: Zum Schluss die rohe Kartoffel fein reiben und unter das Gulasch rühren. Das sorgt für eine tolle, natürliche Bindung. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.
Serviere das Gulasch heiß mit einem Klecks Crème fraîche obenauf.
Die perfekten Beilagen dazu
Da das Gulasch durch das Sauerkraut und die geriebene Kartoffel schon eine herrlich sämige Soße mitbringt, passen stärkehaltige Beilagen besonders gut, um diese aufzusaugen:
- Kartoffelpüree: Mein absoluter Favorit
- Salzkartoffeln oder Pellkartoffeln: Der Klassiker, der den puren Geschmack des Gerichts unterstreicht.
- Böhmische Knödel oder Semmelknödel: Ideal, um auch den letzten Rest der kräftigen Soße vom Teller zu wischen.
- Spätzle oder Bandnudeln: Die Eiernote der Nudeln passt überraschend gut zu der rauchigen Paprikanote.
- Frisches Bauernbrot: Wenn es mal schnell gehen soll, reicht auch eine dicke Scheibe frisches, krustiges Brot mit Butter.
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