Flädlesuppe oder aber auch Frittatensuppe

Klassische Flädlesuppe (Frittatensuppe) – Der Suppen-Klassiker aus dem Ländle und Österreich
Die Flädlesuppe ist in Baden-Württemberg wie auch in Österreich (dort bekannt als Frittatensuppe) eine echte Berühmtheit. Ob mit einer kräftigen Rinderbrühe oder einer feinen Gemüsebrühe zubereitet: Für mich ist diese Suppe aus der traditionellen Küche einfach nicht wegzudenken!
Hinter dieser Suppe steckt ein wunderbares Geheimnis der schwäbischen und österreichischen Gemütlichkeit. Eine hausgemachte Rinderbrühe habe ich für diesen Zweck fast immer parat. Wenn ich beispielsweise einen deftigen Gaisburger Marsch koche, bleibt immer etwas von der kräftigen Suppe übrig, die ich dann sofort in den Froster gebe. So eine fertige Brühe lässt sich nämlich hervorragend einfrieren und bei Bedarf blitzschnell auftauen. Die Kombination aus der heißen, würzigen Brühe und den fluffigen, in Streifen geschnittenen Pfannkuchen (den Flädle) ist besonders an kalten Tagen ein absoluter Seelenschmeichler und schmeckt der ganzen Familie.


Tipp für die perfekten Flädle:
Das Geheimnis für besonders lockere und dünne Flädle liegt im Teig. Gönnen Sie dem Pfannkuchenteig nach dem Anrühren unbedingt die 15 Minuten Ruhezeit. In dieser Zeit quillt das Mehl optimal auf, wodurch die Flädle in der Pfanne nicht reißen. Wenn Sie die Flädle vor dem Schneiden vollständig abkühlen lassen, kleben sie beim Aufrollen nicht zusammen und Sie erhalten wunderschöne, gleichmäßige Streifen.

Zutaten für ca. 4 Personen:

  1. 1 Liter fertige Rinderbrühe oder Gemüsebrühe
  2. 130 Gramm Mehl
  3. 3 große Eier
  4. 180 ml kalte Milch
  5. Ein kleiner Schuss Mineralwasser (mit Kohlensäure)
  6. Eine Prise Salz
  7. 1 Bund Schnittlauch, in kleine Röllchen geschnitten
  8. Etwas Butterschmalz zum Ausbacken der Flädle

Herstellung:

1. Den Flädle-Teig anrühren
Aus dem Mehl, dem kleinen Schuss Mineralwasser sowie der kalten Milch mit einem Schneebesen einen vollkommen glatten Teig herstellen. Das Mineralwasser sorgt durch die Kohlensäure für zusätzliche Lockerheit. Dann die Eier in einer separaten Schale kurz verquirlen, zu dem Mehl-Teig hinzufügen und ebenfalls glatt verrühren. Mit einer Prise Salz würzen und den fertigen Flädle-Teig mindestens 15 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Wichtig: Ist der Teig nach der Ruhezeit zu dick geraten, einfach noch einen winzigen Schluck Milch hinzufügen. Ist er zu dünn, noch ein wenig Mehl klümpchenfrei unterrühren.
2. Ausbacken und Schneiden
In einer heißen Pfanne etwas Butterschmalz schmelzen lassen. Nacheinander aus dem ruhten Teig hauchdünne Flädle (Pfannkuchen) von beiden Seiten goldgelb ausbacken. Die fertig gebackenen Flädle aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller vollständig auskühlen lassen. Nach dem Abkühlen die Flädle eng einrollen und mit einem scharfen Messer in dünne, feine Streifen schneiden.





3. Anrichten und Servieren
Den frischen Schnittlauch waschen, trocken schütteln und in feine, dünne Röllchen schneiden. Die vorbereiteten und geschnittenen Flädle-Streifen locker in vier Suppenteller oder Suppentassen portionieren. Die Rinder- oder Gemüsebrühe nochmals kochend heiß aufsetzen und vorsichtig über die Flädle gießen. Zum Schluss üppig mit den frischen Schnittlauch-Röllchen bestreuen und sofort heiß servieren.




📚 Meine Kochbücher für Genießer

In meiner gedruckten Kochbuch-Reihe findest du viele weitere traditionelle und modern interpretierte schwäbische Rezepte aus Stuttgart, alpin-mediterrane Kreationen und tolle Ideen für die Camper-Küche:
  • Band 1: Leckeres aus dem Ländle
  • Band 2: Kulinarische Streifzüge
  • Band 3: Das Camper-Kochbuch für unterwegs
Alle Bücher sind hochwertig gedruckt und perfekt zum Nachkochen für die ganze Familie! 

„Kochbuch von Stuttgartcooking - schwäbische und österreichische Rezepte, aber nicht nur“.

Kommentare