Badisches Dreierlei: Der König der Vesper-Klassiker im Ländle

 

Hallo liebe Schleckermäuler! Nach einem ereignisreichen Tag gibt es für mich nichts Besseres als echte, ehrliche Hausmannskost auf dem Teller. Heute entführe ich euch kulinarisch zu unseren Nachbarn nach Baden. Dort gibt es ein Gericht, das in jedem guten Gasthaus auf der Karte steht und im Sommer wie im Winter für glückliche Gesichter sorgt: das Badische Dreierlei.

Was sich hinter diesem traditionsreichen Namen verbirgt? Eine absolut geniale Kombination aus drei Komponenten: ein herzhafter, rezent marinierter Wurstsalat, eine cremig-frische Kräuterquark-Spezialität namens Bibbeleskäs und dazu die perfekten, goldbraunen und krossen Bratkartoffeln. Im Ländle ist das eine absolute Königsklasse des Vespers!


💡 Ein wichtiger Profi-Tipp vorab:
Die festkochenden Kartoffeln für die Bratkartoffeln müsst ihr unbedingt einen Tag vor dem Kochtag mit der Schale kochen! Nur so verlieren sie die überschüssige Feuchtigkeit, lassen sich wunderbar in dünne Scheiben schneiden und werden in der Pfanne später so richtig schön kross, ohne zu zerfallen.
Hier ist das Rezept für 4 hungrige Portionen:

Die Zutaten

Für den Wurstsalat:
  • 800 g Fleischkäse (in dünnen Scheiben)
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 6 mittelgroße Gewürzgurken
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • 1 EL Senf
  • Branntweinessig (nach Geschmack)
  • Rapsöl (nach Geschmack)
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Schuss kaltes Wasser
  • Für die Garnitur separat: ½ Gemüsezwiebel (in dünne Scheiben geschnitten)
Für den Bibbeleskäs (Kräuterquark):
  • 500 g Quark (45 % Fettgehalt für die Cremigkeit)
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • ½ Bund Schnittlauch
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle
Für die krossen Bratkartoffeln:
  • 1,5 kg gekochte Kartoffeln (festkochend, vom Vortag)
  • 1 Gemüsezwiebel
  • Butterschmalz (zum Braten)
  • Salz & Pfeffer aus der Mühle
Außerdem zum Ausgarnieren:
  • Etwas Schnittlauch (in dünne Röllchen geschnitten)








Die Zubereitung

1. Der Wurstsalat
  1. Den Fleischkäse und die Gewürzgurken in feine, gleichmäßige Streifen schneiden.
  2. Die Gemüsezwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die glatte Petersilie fein hacken. Alles zusammen in eine passende Schüssel geben.
  3. Für das Dressing Senf, Essig, Rapsöl, Salz, Pfeffer aus der Mühle, eine Prise Zucker und einen kleinen Schuss kaltes Wasser kräftig miteinander verrühren, bis eine sämige, rezente Marinade entsteht.
  4. Den Wurstsalat mit dem Dressing übergießen, gut vermengen und zum Durchziehen beiseitestellen.
2. Der Bibbeleskäs
  1. Den Quark in eine Schüssel geben.
  2. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden, die Petersilie fein hacken und beides zum Quark hinzufügen.
  3. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle kräftig abschmecken, alles gut verrühren und den Kräuterquark in 4 passende kleine Schälchen aufteilen. Bis zum Servieren beiseitestellen.
3. Die perfekten Bratkartoffeln
  1. Die am Vortag gekochten Kartoffeln pellen und in dünne Scheiben schneiden.
  2. Eine große Pfanne mit reichlich Butterschmalz stark erhitzen.
  3. Nun portionsweise vorgehen (etwa ein Drittel der Kartoffeln auf einmal, je nach Pfannengröße), damit die Kartoffeln Platz haben. Die Scheiben vorsichtig in die Pfanne geben, leicht verteilen und dann erst einmal völlig in Ruhe lassen! Gebt den Kartoffeln Zeit, bis sie an der Unterseite eine herrliche, goldbraune Kruste geworfen haben. Erst dann wenden!
  4. Wenn die Kartoffeln rundherum kross und knusprig sind, die Zwiebelwürfel hinzugeben. Die Hitze etwas herunterschalten und die Pfanne öfter mal durchschwenken, bis die Zwiebeln glasig sind. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Die fertigen Bratkartoffeln im Backofen warmhalten, bis alle Portionen fertig gebraten sind.

Anrichten & Servieren
Zum Finale den durchgezogenen Wurstsalat auf 4 großen Tellern anrichten und mit den dünnen Zwiebelscheiben garnieren. Die herrlich duftenden, krossen Bratkartoffeln danebensetzen und mit den frischen Schnittlauchröllchen bestreuen. Dazu serviert ihr jeweils ein Schälchen von dem cremigen Bibbeleskäs.
Ein kühles Bier oder ein schönes Viertel Wein dazu – und der Tag ist perfekt gerettet.

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