Grünes Gold aus der Region: Mein ultimatives Bärlauch-Pesto mit einem regionalen Geheimtipp


Der Frühling ist da und mit ihm die wunderbare Bärlauch-Zeit! Ich habe dieses Jahr in der Küche etwas Neues ausprobiert und darf euch von einem wirklich großartigen Ergebnis berichten.
Normalerweise greift man bei der Pesto-Zubereitung ja klassisch zu Olivenöl. Mir kam diesmal aber unsere heimische Ölmühle in Ditzingen (ganz in der Nähe von Stuttgart) in den Sinn. Dort werden fantastische Öle produziert – unter anderem ein sehr hochwertiges Rapsöl. Genau dieses Öl kam in mein Pesto, und was soll ich sagen? Es war ein voller Erfolg!
Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Das ist keine bezahlte Produktwerbung für die Ditzinger Ölmühle. Ich lasse mich für so etwas selbstverständlich nicht kaufen. Es ist reine Überzeugung und mein persönliches Bekenntnis zu unseren großartigen, heimischen Produkten. Bitte verwendet für dieses Rezept wirklich ein hochwertiges Rapsöl und kein billiges Öl aus der Großindustrie. Das funktioniert zwar technisch auch, schmeckt aber bei Weitem nicht so lecker!
Die folgende Zutatenliste reicht für ca. 10 bis 12 kleinere Gläser. Wenn ihr weniger machen möchtet, teilt die Mengenangaben einfach entsprechend auf. Das Pesto lässt sich prima anpassen.



Grünes Gold aus der Region: Mein ultimatives Bärlauch-Pesto mit einem regionalen Geheimtipp

Die Zutaten
  • 5 Bund Bärlauch (frisch vom Wochenmarkt), grob gehackt
  • 3 Bund glatte Petersilie (vom Wochenmarkt), fein gehackt
  • 300 g Pinienkerne, geröstet und ausgekühlt
  • 150 g Kürbiskerne, geröstet und ausgekühlt
  • ca. 1 Liter hochwertiges Rapsöl
  • 400 g Parmesan, frisch gerieben
  • Saft von 1 ½ Zitronen
  • 1 Prise Zucker
  • Einige Chiliflocken
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Salz zum Abschmecken

Die Zubereitung

  1. Kerne zerkleinern: Die gerösteten und bereits abgekühlten Pinien- und Kürbiskerne müssen ganz fein gehackt werden. Mein Tipp: Füllt die Kerne portionsweise (ich habe es in vier Durchgängen gemacht) in einen Gefrierbeutel und zerkleinert sie einfach mit der flachen Rückseite eines Fleischklopfers.
  2. Mixen: Den grob gehackten Bärlauch zusammen mit der Petersilie in ein passendes, hohes Gefäß geben. Das Rapsöl dazugießen und alles mit dem elektrischen Stabmixer fein pürieren.
  3. Mischen & Abschmecken: Nun die zerkleinerten Kerne und den geriebenen Parmesan mit einem Schneebesen unter die Kräuter-Öl-Mischung rühren. Mit Salz, Zitronensaft, Chiliflocken, der Prise Zucker und frischem Pfeffer aus der Mühle kräftig und rezent abschmecken.
  4. Konsistenz anpassen: Ist euch das Pesto zu dickflüssig? Gießt einfach noch einen Schluck Rapsöl nach. Ist es zu dünn? Gleicht es mit ein paar mehr gemahlenen Pinien- oder Kürbiskernen aus.
  5. Ziehen lassen: Das Pesto etwa 30 Minuten ziehen lassen. Danach nochmals probieren und die Gewürze bei Bedarf nachjustieren.
  6. Abfüllen: Das fertige Pesto in saubere Gläser abfüllen und bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.

Mein persönlicher Servier-Tipp (Pasta-Liebe!)
Solltet ihr dieses Pesto zu frisch gekochter Pasta servieren, nutzt unbedingt den Nudelwasser-Trick!
Kocht eure Pasta wie gewohnt, fangt aber beim Abgießen etwas vom heißen Kochwasser ab. Gebt die heißen, abgeseihten Nudeln in eine passende Schüssel. Fügt dann etwas vom Bärlauch-Pesto und einige Esslöffel des aufgefangenen Pasta-Wassers hinzu. Alles gut vermengen. Das heiße Stärkewasser verbindet sich perfekt mit dem Pesto und macht das Ganze unglaublich cremig, ohne die Nudeln zu ertränken.
Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!







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Kommentare

Pastaglück hat gesagt…
Hi, ein sehr tolles Bärlauchpesto Rezept! Wir verwenden immer Mandeln für unser Pesto. Ist ne kleine Budget Einsparung :-) hast du einen Tipp für günstige Pinienkerne? Im Rewe und anderen Supermärkten finden ich die immer sehr sehr teuer. lg Timo