Samstag, 9. Mai 2026

Linsen mit Spätzle, Saitenwürstchen und Speck


                    Schwäbischer Klassiker mit Tradition – Linsen & Spätzle 

Linsen mit Spätzle, Saitenwürstchen und Speck – für viele das schwäbische Nationalgericht schlechthin und aus der Küche Baden-Württembergs nicht wegzudenken. Herzhaft, bodenständig und voller Heimatgefühl verdient dieser Klassiker natürlich auch hier nochmals seinen Platz.

Die Kombination aus würzigen Linsen, hausgemachten Spätzle, deftigen Saitenwürstchen und etwas Speck sorgt für genau den Geschmack, den man mit echter schwäbischer Küche verbindet: ehrlich, kräftig und einfach unglaublich gut.

Bei den Linsen empfehle ich übrigens immer, auf Produkte unserer Anbauer aus Baden-Württemberg zu setzen. Die Qualität ist hervorragend, und gleichzeitig unterstützen wir damit regionale Erzeuger und traditionelle Landwirtschaft. Der Linsenanbau ist bei unseren klimatischen Bedingungen alles andere als einfach und bedeutet viel Arbeit und Leidenschaft. Deshalb erklärt sich der höhere Preis gegenüber importierter Ware aus Übersee eigentlich ganz von selbst.





Zutaten für 4 Personen

300−400 g Linsen
70 g von der Karotte, geschält und in kleine Würfel geschnitten
70 g von der Sellerieknolle, geschält und in kleine Würfel geschnitten

1/2 Lauchstange, geputzt, gewaschen und in kleine Würfel geschnitten

1/2 Zwiebel, geschält und mit

1 Lorbeerblatt und 3 Nelken gespickt

1 Zwiebel, geschält und in kleine Würfel geschnitten

30 g Tomatenmark Weinbrand-Essig nach Geschmack Prise Zucker

Ca. 80 g Butterschmalz

50 g Mehl

4 Scheiben à ca. 100 g, vom rohen, gerauchten Schweinebauch

4 Paar Saitenwürste (auch Wiener oder Frankfurter genannt)

Ca. 700 ml Gemüsebrühe

Salz

Pfeffer aus der Mühle 



Für die Spätzle: 

500 g Mehl
6 Eier
Etwas Wasser










Herstellung:


1: In einem größeren Topf mit ca. 30 g Butterschmalz die Zwiebelwürfel anschwitzen. Dann das Tomatenmark hinzufügen und etwas mit-rösten. Vorsicht, das Tomatenmark darf nicht verbrennen es sollte eine schöne dunkelrot-braune Farbe entstehen. Dann sofort mit der Gemüsebrühe aufgießen, die Linsen einrühren und den Schweinebauch einlegen. Ebenso kommt jetzt die gespickte Zwiebel hinzu, dann bei zugedecktem Topf leicht köcheln lassen. 


2: In der Zwischenzeit die Spätzle zubereiten. Das Mehl mit den Eiern, Salz und ganz wenig Wasser zu einem Teig verarbeiten. Den Teig so lange schlagen, bis er ganz glatt ist und Blasen wirft. Einen größeren Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Anschließend von Hand Spätzle in das Salzwasser schaben oder eine Spätzle-Maschine dazu verwenden. Die Spätzle mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, sobald sie oben schwimmen. 


3: Die fertigen Spätzle bis zur weiteren Verwendung warmstellen oder kurz vor dem Anrichten in etwas heißem Butterschmalz schwenken. 


4: In einer heißen Pfanne mit je 50 g Butterschmalz und Mehl eine dunkle Mehlschwitze herstellen. 


Tipp: Die Mehlschwitze sollte nicht zu dick geraten, so verteilt sie sich wesentlich schneller und besser beim anschließenden Abbinden der Linsen. Die fertige Mehlschwitze bis zur weiteren Verwendung zur Seite stellen. 


5: Ist der Schweinebauch in den kochenden Linsen weichgekocht diesen entnehmen und bei 80 Grad warmstellen. Die gespickte Zwiebel jetzt entnehmen. Nun die Selleriewürfel und die Karotten- würfel in die Linsen einrühren und weiter köcheln lassen. Sollte Flüssigkeit fehlen, etwas Gemüse- brühe zugießen. 


6: Wenn die Karotten- und Selleriewürfel bissfest weichgekocht sind, die Lauchwürfel hinzufügen und noch 2 Minuten leicht kochen lassen. Zum Schluss mit der dunklen Mehlschwitze zur gewünschten Dicke abbinden. Die fertigen Linsen mit Salz, Pfeffer aus der Mühle, einer Prise Zucker sowie einem guten Schuss Essig abschmecken. 


7 Die Saitenwürstchen in einem Topf mit leicht gesalzenem Wasser bei 80 Grad erhitzen. 


8 Die Linsen in eine große Terrine oder auf einzelne Teller schöpfen. Auf die angerichteten Linsen die Saitenwürstchen sowie die Schweinebauchscheiben legen. Die Spätzle separat in eine größere Anrichte-Schale geben und alles zusammen servieren.

TiPP:

Nicht zu viel von der Mehlschwitze verwenden. Hülsenfrüchte wie die Linsen dicken nach einer gewissen Standzeit noch durch ihren hohen Stärkegehalt nach!

Am besten reicht man noch Essig zusätzlich zu Tisch, denn so mancher mag Linsen richtig sauer abgeschmeckt. 

Die Saitenwürstchen unbedingt vom Metzger eures Vertrauens kaufen und dieses Gericht schmeckt auch im Frühling und Hochsommer extrem gut!





















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