Sonntag, 21. August 2011

Schwabenpfännle



Schon einmal gemacht war das der damalige Blog-Eintrag:


Als ich vor vielen Jahren als Österreicher in das Schwabenland kam lernte ich, dass den Schwaben die Sauce sehr viel bedeutet. Mit viel meint der Schwabe zwar die Menge, aber sicher soll diese Sauce auch viel Qualität besitzen. Die Sauce darf in Baden-Württemberg zu fast keinem Gericht fehlen, ich war damals erstaunt darüber dass diese  auch zum Wiener Schnitzel gereicht wird. Damals dachte ich das sei eine Katastrophe.
Dieser Zustand hielt allerdings nicht lange an. Heute ist es für mich eine Selbstverständlichkeit auch zum Wiener Schnitzel ab und an eine Sauce zu genießen. Immer separat serviert, nie über das Schnitzel gegossen schmeckt das schon sehr lecker. Auch die Spätzle lernte ich erst kennen als es mich in das Schwabenland zog. Eine Art  von Spätzle kannte ich aus Österreich nur in Form von Knöpfle. Sicher kein Vergleich, denn so wie die Baden-Württemberger ihre Spätzle zubereiten mag ich es am liebsten. Egal ob von Hand geschabt oder durch die [http://www.loewen-urbach.de/spaetzlemaschine_spaetzlepresse.html    Spätzlepresse]  gedrückt. Selbst hergestellt schmecken beide Varianten super.


Das Schwabenpfännle ist in ganz Baden-Württemberg auf den meisten Speisekarten zu finden. Manchmal auch in exotischer Begleitung, ich las  schon gebratene Ananas als Beilage auf einer Karte. Das passt dann nicht wirklich zum Schwabenpfännle. Die Zutaten sollten schon vom Ländle sein, da gibt es sehr viel Auswahl für eine kreative Zubereitung. Unsere heimischen Erzeuger bieten hierfür viele viele Lebensmittel in bester Qualität!

Mein Schwabenpfännle setzt sich zusammen aus Schweinefilet, Champignonrahm-Sauce, Käsespätzle, Maultaschen abgeschmelzt und zwei Scheiben vom gerauchten Schweinebauch in der Pfanne gebraten. . Gestern schon machte ich die Maultaschen, für das Schwabenpfännle machte ich kleinere Exemplare.




Schwabenpfännle
Zutaten:
Schweinefilet in Medaillons geschnitten Salz
Pfeffer aus der Mühle

Herstellung:
Das Schweinefilet von Sehnen befreien und zu Medaillons schneiden. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen und von beiden Seiten braten.


Champignon-Sauce
Zutaten:
Frische Champignon in Scheiben geschnitten
Zwiebel geschält und klein gewürfelt
Blattpetersilie gehackt
Etwas Rotwein, ich nahm einen Trollinger aus Baden-Württemberg
Frische Sahne
Eiskalte Butterflocken
Butterschmalz
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Sauce Demi-Glace,

Herstellung:
Die Zwiebelwürfel mit den Champignonscheiben in heißen Butterschmalz ca. 3 Minuten anschwitzen. Dann die gehackte Petersilie hinzufügen und mit etwas Trollinger ablöschen. Anschließend mit Sahne und der Sauce Demi-Glace aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen, von der Flamme nehmen und etwas kalte Butterflocken einmontieren.


Käse-Spätzle
Zutaten:
Mehl
Bio-Eier
Ganz wenig Wasser
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Prise Muskat
Butterschmalz
Frisch geriebener Hartkäse
Sahne
Kleine Zwiebelwürfel


Zubereitung:
Mehl
Bio-Eier
Ganz wenig Wasser
Salz
zu einem Spätzlesteig verarbeiten, vom Spätzlesbrett in das siedende Salzwasser schaben.
Kurz aufkochen lassen und anschließend die fertigen Spätzle aus dem Wasser nehmen.
Die heißen abgetropften Spätzle kurz in heißem Butterschmalz mit dem geriebenen Hartkäse sowie der Sahne schwenken. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen.


Maultaschen abgeschmelzt
Zutaten:
Kleine Maultaschen
Butterschmalz
Zwiebel geschält und gewürfelt

Herstellung:
Die Zwiebelwürfel in Butterschmalz glasig anschwitzen, darin die Maultasche bis zum anrichten erhitzen.

Zwei Scheiben gerauchten Bauchspeck in einer Pfanne ohne Fett gebraten ergänzten das Schwabenpfännle.


Kommentare:

  1. Über deine Saucen-Geschichte muss ich nun echt grinsen! Mein Mann ist gebürtiger Schwabe und die Saucen-Sachlage ist GENAUSO wie du sie beschrieben hast!
    Für heute wärs für dein Gericht zu warm, aber es wird Wetterlagen geben, bei denen ich für dein Essen wie Eis in der Sonne schmelzen würde!
    (Ist das ne Deko-Pfanne? Die sieht so neu aus?!)

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  2. Das Gericht sieht ja einfach köstlich aus!
    Ich werde es bestimmt mal nachkommen und freue mich schon darauf.
    Jetzt wird das Rezept erst erst einmal sofort ausgedruckt!
    Danke für den tollen Tipp!

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  3. Der Signore, der aus Sizilien stammt, liebt schwäbische Küche, aber nur mit viel Soße!

    Von daher - des moag i!

    Schöne Woche, Brigitte

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  4. mit pfifferlingpilzen ist es noch besser ....

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  5. Kurz vor 18 Uhr Deine Seite zu besuchen gleicht ja einer Marter. Dass das Schwabenpfännle zwar in ganz Baden-Württemberg auf den meisten Speisekarten zu finden ist, nicht aber auf meinem Tisch steht, das ist dann die reine Qual.
    Sieht fantastisch aus und war bestimmt saulecker!

    Und übrigens: wie kann ich mal "Nachbar" bei Dir werden?

    Mit leckerem Gruß, Peter

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  6. grain de sel: :die Pfanne ist aus richtigem Guss-Eisen, damit kann man auch auf dem Herd kochen. Ich verwende sie allerdings nur als "sozusagen" Ersatz-Teller für deftige Sachen

    Anne: freut mich!

    Brigitte: Toll, der Geschmack des Signore! :-)

    Anonym: das stimmt, mache ich auch immer so, eben Saisonbedingt

    Aus meinem Kochtopf: wir sind Nachbarn! :-)

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