Saure Kartoffelrädle – Ein echter schwäbischer Klassiker, wie ich ihn liebe

Saure Kartoffelrädle (oder auch saure Kartoffelrädle) gehören zu den absoluten Klassikern der schwäbischen Wohlfühlküche. Es gibt da draußen wirklich großartige andere Versionen, aber heute zeige ich dir genau meine persönliche Zubereitung dazu! Das Geheimnis liegt in einer herrlich dunklen Mehlschwitze und dem perfekten Zusammenspiel aus kräftiger Brühe, Essigsäure und einer feinen Note Süße. Das Besondere bei meiner Variante: Die Kartoffelscheiben dürfen am Ende im Ofen so richtig schön in der Sauce durchziehen.


Saure Kartoffelrädle – Ein echter schwäbischer Klassiker, wie ich ihn liebe
Zutaten (für 4 Personen)

  • 1,5 kg festkochende Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel (geschält und in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 kleiner Bund frische Blattpetersilie (fein gehackt)
  • 50 ml Rapsöl (für die Mehlschwitze)
  • 4 gehäufte EL Mehl
  • 1 EL Butter (zum Anschwitzen der Zwiebeln)
  • 1 Liter kräftige Rinderbrühe
  • 3 Lorbeerblätter
  • 2 Gewürznelken
  • Weinbrandessig (Menge ganz nach persönlichem Geschmack)
  • 1 Prise Zucker
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

1. Kartoffeln und Zwiebeln vorbereiten
Die Kartoffeln gründlich waschen und mit der Schale in einem Topf mit reichlich Wasser gar kochen. Sobald sie weich sind, das Wasser abgießen und die Kartoffeln gut ausdampfen lassen. Parallel dazu die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die feinen Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Die Pfanne danach vom Herd nehmen und beiseitestellen.
2. Die dunkle Mehlschwitze (Einbrenne) herstellen
In einer größeren Pfanne das Rapsöl erhitzen. Das Mehl mit einem Schneebesen zügig einrühren. Nun unter ständigem Rühren das Mehl so lange rösten, bis es eine schöne, tief dunkelbraune Farbe angenommen hat. Achtung: Hierbei dabeibleiben, damit nichts verbrennt! Die fertige Mehlschwitze sofort aus der heißen Pfanne in ein kaltes Gefäß oder eine kalte Pfanne umfüllen und beiseitestellen, damit sie nicht nachgart.
3. Die aromatische Sauce ansetzen
Die Rinderbrühe in einen ausreichend großen Topf geben. Die Lorbeerblätter sowie die Nelken hinzufügen und die Brühe für ca. 5 Minuten am Siedepunkt ziehen lassen, damit sich die Gewürzaromen entfalten. Nun die Brühe nach und nach mit der vorbereiteten Mehlschwitze verrühren und köcheln lassen, bis die Sauce die gewünschte, wunderbar sämige Dicke erreicht hat. Die angeschwitzten Zwiebelwürfel dazugeben und alles noch 1 Minute sanft köcheln lassen. Zum Schluss die Sauce kräftig mit Salz, Pfeffer, Weinbrandessig und einer Prise Zucker würzig und fein süßsauer abschmecken.
4. Das Finale im Ofen
Den Backofen auf 90 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die abgekühlten, ausgedampften Kartoffeln pellen und in gleichmäßige Scheiben (Rädle) schneiden. Die Kartoffelscheiben ordentlich in eine passende Auflaufform schichten. Die fertige, heiße süßsaure Sauce gleichmäßig darüber verteilen, sodass alle Kartoffeln gut bedeckt sind. Die Form abdecken (z. B. mit einem passenden Deckel oder Alufolie) und für ca. 15 Minuten in den Ofen schieben, damit die Kartoffelrädle die Sauce perfekt einsaugen und durchziehen können.
Anrichten
Die sauren Kartoffelrädle aus dem Backofen holen, die Abdeckung entfernen und alles großzügig mit der frisch gehackten Blattpetersilie bestreuen. Sofort heiß servieren!


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